Im Test: Die Musiker-Plattform Restorm.com Im Test: Die Musiker-Plattform Restorm.com

Restorm.com ist eine Social Media Seite. Aber nicht nur irgendeine – es ist eine Musikplattform, die für Künstler ausgelegt ist.
Das kommt euch etwas bekannt vor? Stimmt schon, immerhin haben wir euch vor einiger Zeit Backstage Pro vorgestellt.
Doch Restorm.com hat sich sicher nicht ohne Grund so beliebt gemacht, daher habe ich mir die Seite einmal etwas näher betrachtet und geschaut was den Usern/Musikern dort geboten wird:


Allgemeines:

Seit der Gründung 2007 in Zürich und einem Relaunch 2010, der die Plattform mit fünf Sprachen international auf den Vormarsch brachte, verzeichnet die Seite nun bald 38000 Mitglieder, über 8900 Bands, 600 Venues (Clubs, Orte) und 650 Labels.

Das Design ist schlicht und doch recht chic. Die Seite ist hauptsächlich in hellerem blau auf weiß, bei blauer und schwarzer Schrift.


Grundfunktionen des Netzwerkes:

Ein registrierter User kann weitere Seiten in Form eines Band-, Label- oder Medienprofil erstellen.
Als User wird man Fan einer Seite, wie bei Facebook. Die Listung der „abonnierten Seiten“ findet der User dann unter „Favoriten“. Die Updates/ Postings der Fanseiten sieht man, ebenfalls wie bei Facebook, im eigenen Newsfeed.
Die Funktion anderen an ihre „Wall“ (Pinnwand) zu schreiben, gibt es bei Restorm.com natürlich auch.
Die Vernetzung mit anderen Usern nennt man Follow, um auch ein bisschen Twitter ins Spiel zu bringen. 😉 Wobei das nicht alles ist. Das Feld zum Posten erinnert mit der Aufforderung „Was macht XY gerade“ (Bei Seitenprofilen) oder abgewandelt „Was hörst du gerade“ (bei Personenprofilen) ebenfalls an den Kurznachrichtendienst sowie auch an Facebook. Daneben sind ebenso die größere verfügbare Zeichenanzahl, das Anhängen von Links sowie die Like- und Kommentarfunktion „Facebook-ähnlich“.

Wie auch größtenteils bekannt, gibt es für jede Seite Statistiken, die automatisch für Überblick und Einsicht in die Entwicklung der Seite sorgen.

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Besonderheiten an den Profilen:

Die Tabs/Reiter verweisen deutlich auf den Schwerpunkt Musiker.
So hat man diese Möglichkeiten:

  • Musik
  • Verlosung
  • Contest
  • Shop
  • Presse
  • Booking
  • Bilder
  • Videos
  • Konzerte

Das meiste ist wohl selbstsprechend, nur das Booking möchte ich grob erklären:
Hier können die Musiker ihre Booking-Anfragen einfach und doch auf professionellem Wege erhalten, verwalten und archivieren. Das heißt, hat man das Booking-Pool aktiviert, können andere ihre Buchungs-Anfragen direkt übers Profil schicken/ durchführen. Sucht man bei Restorm.com beispielsweise nur nach Musik, kann man nach den Inhalten der einzelnen Tabs leicht filtern. Die Navigation bietet diese Möglichkeit, ebenso wie das Filtern (Suchen) nach Clubs, Bands und Labeln. Auf den Fan-Seiten ist es möglich, dass seitlich auch das zugehörige Label (Profil-Link) und die (Band-)Mitglieder angezeigt werden.
Ein Audioplayer wird bei Restorm.com stets unten angezeigt. Hier kann der User unter anderem seine eigene Playlist zusammenstellen, die Charts hören oder künftig unter „Channels“ sein persönliches Radio anschalten.
In der Bibliothek findet man seine gekauften Songs oder Alben.


Besonderheit des Tools Rightclearing

Rightclearing ist die Schwesterseite von Restorm.com, geschaffen um die Musik für das eigene Projekt zu lizenzieren. Nach den Infos von Restorm.com kann man als Künstler so seine Songs für rightclearing freigeben und damit an Lizenznehmer wie Filmschaffende, Werber und Kunstschaffende oder auch private Leute lizensieren und natürlich Geld verdienen.
Das Ganze zu den angeblich besten Konditionen.

 

Die Verbindung zu Facebook & Co.

Wer argumentiert: „Aber bei Facebook hab ich doch meine ganzen Fans!“ Das ist kein Problem, denn Restorm.com bietet eine App an, mit der man das soziale Netzwerk in Facebook integrieren kann. So wird immer alles automatisch synchronisiert, natürlich lässt sich der Musikplayer einbinden und sogar die Musik kann direkt über Facebook verkauft werden!

In Bezug dazu sollte man noch die Besonderheit erwähnen, dass sich alle anderen gängigen Profile (neben Facebook auch Twitter, YouTube, BandsInTown etc.) mit Restorm.com synchronisieren lassen und so die gleiche Meldung nicht mehrmals gepostet werden muss, sondern automatisch über alle Profile ‚verteilt‘ wird. Anders herum lassen sich auch Soundcloud und YouTube verknüpfen, dass sobald neuer Content hochgeladen wird, dieser auch automatisch auf Restorm.com erscheint und bei der Verknüpfung mit Facebook & Twitter auch gleich auf diesen Profilen kommuniziert wird. Das hebt Restorm.com von anderen Anbietern ab und ist für die social-media- aktive Künstler eine echte Zeitersparnis.


„Auswertung“ und Fazit

Ich dachte erst – aha noch eine Social Media Plattform.
Aber Soziales Netzwerk ist doch nicht immer gleich Soziales Netzwerk! Restorm.com präsentiert sich mit dem Ruf eines künstlerbasierten Netzwerkes richtig:
Alles dreht sich darum die Musik in den Vordergrund zu stellen (Musik, Video, Shop) und alles was damit verbunden ist (Konzerte/ Booking/ Presse/ Verlosungen) auch mit einem Klick erstell-/ verfügbar zu machen.
Der Booking Pool ist ein Tool, welches bestimmt ein nützlicher Helfer für Musiker sein kann.
Die Einbindung in die Facebook-Page, inkl. des Shops, finde ich auch sinnvoll.
Und ja – auch im Vergleich zur anderen großen Musikerplattform BackstagePro unterscheidet es sich in vielen der gebotenen Tools und Funktionen.
Abschließend sollte noch erwähnt werden, dass sich Restorm.com, auch ähnlich wie Backstage Pro besonderen Wert auf die Beziehung zwischen den Künstlern untereinander, zu Firmen sowie Musiklabels & Co. legt. Der Kontakt mit den Fans erreicht man dann zum Beispiel durch die Facebook-Integration.

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