pop

Popmusik akademisch Popmusik akademisch

Popmusik studieren!?!

Doch das geht wirklich! An der Popakademie Baden-Württemberg ist dies seit neun Jahren möglich. Inzwischen werden einige Studiengänge angeboten – wie man sich das genau vorstellen kann beschreibt  Max Micus in diesem ersten Blogbeitrag „Popmusik akademisch!“.
Max Micus ist an der Popakademie der „Manager Public Relations“ und künftig nun Gastblogger für den König & Meyer Corporate Blog. Die Blogbeiträge finden sich nun hier in der Kategorie „Popakademie“, einer  Unterkategorie von „Musikbusiness“.
Viele von euch haben ganz bestimmt schon einmal von der Popakademie in Mannheim gehört.
Popmusik soll man jetzt studieren können?!  „Das ist doch ein Scherz“, mögen viele vor neun Jahren gedacht haben, als die Popakademie ihrem ersten Studiengang die Pforten geöffnet hat. Inzwischen sind viele der Absolventen als erfolgreiche Berufsmusiker aktiv oder im Management namhafter Künstler tätig. Dennoch können sich auch heute viele Leute gar nicht so genau vorstellen, was die Popakademie ist und wie so ein „Popmusikstudium“ dort aussieht.

Die Popakademie Baden-Württemberg, wie ihr offizieller Name lautet, wurde 2003 gegründet, um jungen Musikern und angehenden Musikmanagern eine professionelle, staatlich anerkannte akademische Ausbildung zu ermöglichen. Aber wie sieht so eine akademische Ausbildung aus? Beim Bachelorstudiengang Musikbusiness kann man sich noch vorstellen, dass Themen wie „Finanzen, Kostenrechnung & Controlling“, „Musikrecht“ und „Marketing“ eine zentrale Rolle spielen. Beim Studiengang Popmusikdesign hat der ein oder andere dann aber doch Schwierigkeiten, sich Genaueres vorzustellen.

Alle Studiengänge der Popakademie, inzwischen gibt es sogar zwei Masterstudiengänge, folgen einem Grundprinzip. Von Anfang an wird großer Wert darauf gelegt, dass sich die Künstler über die musikalischen Fertigkeiten hinaus auch mit den Themen des Musikbusiness auseinandersetzen. Ebenso stehen für die Businessstudierenden künstlerische Fächer wie Musiktheorie oder Popmusikgeschichte auf dem Programm. Die Verzahnung der beiden Studiengänge soll den Studenten schon während ihrer Ausbildung ein Gefühl für einander vermitteln und darüber hinaus Netzwerke entstehen lassen.


Sehr gute musikalisches Fertigkeiten sind Voraussetzung

Der Studiengang Popmusikdesign richtet sich an gute Musiker, die ihr Hobby zum Beruf machen wollen: Musik machen. Doch wer als Musiker Geld verdienen möchte, und zwar so viel, dass davon Miete und Lebensunterhalt finanziert werden kann, muss einen genauen Plan haben. Der Studiengang Popmusikdesign fokussiert daher neben der künstlerischen und musikalischen Profilschärfung auch die Weiterbildung in den wirtschaftlichen und kommunikativen Bereichen des Musikbusiness.

 

Musiker müssen das Business verstehen – Manager die Musik

Die Studierenden verfügen bereits zu Studienbeginn über sehr gute musikalische Fertigkeiten, die sie zuvor in einer Aufnahmeprüfung unter Beweis stellen. An der Popakademie geht es dann darum, dem musikalischen Handwerk einen Feinschliff zu verpassen und mit diesem kreativ zu arbeiten, um eigene Stile zu entwickeln.

In der Praxis sieht das dann so aus: Während es für Gesang und Instrumente sowohl Individualunterricht als auch Bandcoachings gibt, geht es für Themen wie beispielsweise Musiktheorie, Musikrecht und Marketing in den Hörsaal. Aber auch Grundkenntnisse für die Gestaltung einer eigenen Homepages oder anderer Instrumente zur Selbstvermarktung werden vermittelt. Im musikalischen Bereich belegt jeder Musiker ein Haupt- und ein Nebenfach: Diese sind Singing/Songwriting, Keyboard, E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug und Producing. Zu Studienbeginn stellen sich dann die Singer-/Songwriter den anderen Musikern auf der „Bandbörse“ vor. Hier lernen die Instrumentalisten und Producer die verschiedenen Musiker mit ihren Stilen kennen und bilden Bands, die im Laufe des Studiums gemeinsam arbeiten, auftreten und auch geprüft werden. Die Bandbreite der Musikstile reicht von HipHop bis Heavy Metal, von Dubstep bis Deutschrock und Electro bis Easy Listening. So ziemlich alles ist vertreten.

An der Popakademie geht es darum, Freiräume für Kreativität zu schaffen, sich auszuprobieren, um eigene musikalische Wege beschreiten zu können. Es geht um Künstler, die ihr Ding machen, um Künstler die ihre eigenen Ideen kreieren und musikalisch verwirklichen wollen. Die erfahrenen Dozenten vermitteln hierbei „lediglich“ das Handwerk, schärfen das Bewusstsein zur eigenen Wahrnehmung oder geben Impulse zur Kreativität. Die Idee dabei ist ganz simpel: Nur wer das macht, was ihm wirklich Spaß macht, und dazu das nötige Branchen-Know-How hat, der kann auch langfristig erfolgreich sein.

 

Langfristiger Erfolg nur durch Authentizität und ein gutes Rundumpaket!

Im Bachelorstudiengang Musikbusiness stehen fünf verschiedene Schwerpunkte zur Wahl: Künstlerentwicklung, Marketing- und Vertriebsmanagement, Business Management, Community Management und Digital Innovation Management. In der Musikindustrie hat sich in den vergangenen Jahren viel geändert. Das Internet und die Digitalisierung der Musik haben den Musikmarkt auf den Kopf gestellt. An der Popakademie will man die Manager von morgen gezielt auf aktuelle und kommende Herausforderungen vorbereiten. Ihr großer Vorteil: Von Beginn an arbeiten sie mit den Musikern der Popakademie zusammen und können sich direkt ausprobieren. Bei Projekten mit großen Unternehmen und kleinen StartUps der Musikbranche werden schon ab dem dritten Semester Kontakte in die Branche geknüpft.

Seit dem Wintersemester 2011/12 gibt es neben den beiden Bachelorstudiengängen auch zwei Masterstudiengänge Popular Music M.A. und Music & Creative Industries M.A., die eine zusätzliche Spezialisierung und Vertiefung ermöglichen.

Die Musikbranche ist stark vernetzt. Verbände, Plattenfirmen, Agenturen und natürlich auch die Musiker arbeiten eng zusammen. So ist es für alle Beteiligten sehr wichtig, egal, ob Berufsgitarrist, Künstlermanager oder Verbandsmitarbeiter,  viele Kollegen zu kennen und sich ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Der Netzwerkgedanke spielt an der Popakademie von Beginn an eine zentrale Rolle. Das fach- und semesterübergreifende Miteinander wird durch gemeinsames Arbeiten gefördert. Projektarbeiten, Kongresse, Tagungen und Praktika bieten zusätzlich eine Masse an unmittelbaren Kontaktmöglichkeiten direkt in die Wirtschaft und die unterschiedlichen Musikszenen.

 

Ein Netzwerk in die Szenen und die ganze Musikbranche

Über den Studienbetrieb hinaus finden über das Jahr verteilt eine Reihe spannender und unterhaltsamer Veranstaltungen an der Popakademie statt. Beim Future Music Camp und dem Kongress Zukunft Pop kommen jedes Jahr Künstler, Spezialisten und Experten aus allen Bereichen der Musikbranche zusammen, um neue Ideen und Modelle zu erarbeiten. Veranstaltungen wie die International Songwriterweek oder das International Summercamp bringen Musiker aus vielen Ländern zum gemeinsamen Musizieren und Kontaktknüpfen zusammen. Wer einfach nur Lust auf gute Livemusik hat, sollte einen der regelmäßig stattfindenden Work In Progress Club-Konzerte besuchen. Hier zeigen die Studenten die Projekte, an denen sie gerade arbeiten und probieren ihre Songs vor Publikum aus. Der Eintritt ist immer frei! Die Termine hierzu findet ihr auf www.popakademie.de

Dein Kommentar

Weitere Artikel